Personal: Im Tor Bulat für den verletzten Henzler. Hinten drin: Stani, Gibbs. Etwas davor: Berre, Kovalenko, Kientz, Bürger, Rahn. Ganz weit vorn: Meggle, Rath, Patsche.
Leverkusen war durch das grandiose Spiel unserer Jungens gegen die Bayern wohl gewarnt, denn die Gäste fingen sehr gut an zu spielen. Kaum im Stadion angekommen ( wir waren leider spät dran und dann noch diese dusselige Kontroliererei der Ermässigtenkarten ... ) fiel auch schon das Null zu Eins. Ze Roberto legte für Kirsten auf, der aus nur 7 Metern keine Probleme hatte zu vollstrecken. St. Pauli konnte fortan nicht so auftrumpfen wie gegen die Münchener, zu geschickt spielten die Leverkusener, die sehr konzentriert auftraten. Im offensiven Mittelfeld wirbelten ständig Bastürk, Ze Roberto und Neuville, doch im Abschluss taten die Leverkusener zum Glück sehr schwer. Es gab insgesamt sehr wenige Chancen, hüben wie drüben. Nach einer knappen halben Stunde konnte Marcel Rath per Kopf eine Flanke von Rahn im Tor der Gäste unterbringen und somit den Ausgleich schaffen. St. Pauli spielte wohl wegen der bekannten Konterstärke Leverkusens trotzdem sehr zurückhaltend weiter.
Kurz nach der Pause wechselte DiDi Baris für Kovalenko ein, der in der Defensive Probleme hatte. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt ziemlich ausgeglichen mit leichten Vorteiloen für die Heimelf. Ungefähr in der 60. Minute konnte Rath erneut per Kopf den Ball an Butt vorbei ins Netz bugsieren. Allerdings wurde der Treffer durch den Schiedsrichter wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Nur 10 Minuten später nahm die Ungerechtigkeit dann seinen Lauf. Der ballführende Ballack wurde bis zum Sechzehner nicht am Spielaufbau gestört und schoss deshalb mal selbst auf Bulats Tor. Der Schuss wurde abgefälscht und landete somit unhaltbar für den Keeper im Tor. Bulat wirkte nun zwar etwas unsicher, konnte aber dennoch zwei weoterte Grosschancen der Gäste vereiteln. In der Phase hatte St. Pauli Glück nicht noch weiter in Rückstand zu geraten. Eine Viertelstunde vor Schluss wechselte DiDi Marcao für Rahn und Held für Berre ein. Nun versuchte St. Pauli erneut mehr Druck zu machen unter anderem schaltete Kientz sich mehr in die Angriffsbemühungen ein. In der letzten Spielminute bekam St. Pauli dann aber doch noch die ausgleichende Gerechtigkeit zu spüren. Held kam über links und schoss mit einer Flanke Schneider an. Der Ball kam wohl gegen Schneiders Kopf und seine Hand. Da dies im Sechzehner geschah entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Meggle verwandeln konnte.Sekunden nach dem Anstoss pfiff der Schiedsrichter dann ab. Schade, sonst hätte es noch spannende Minuten des Zitterns für Leverkusen gegeben...
Die Leverkusener regten sich natürlich alle über den Elfmeter auf. Okay, kann ich verstehen, denn uns erging es doch zu häufig schon ähnlich. Beschweren brauchen sie sich aber trotzdem nicht, denn dem zweiten Kopfballtor von Rath war auch kein Abseits vorangegangen. Gegeben wurde es aber nicht. Ich hätte gern mal gesehen, wie das Spiel nach einer 2:1 Führung für St. Pauli ausgegangen wäre. Aber vielleicht hat das alles ja auch noch was gutes, denn Herr Callmund ist ja ein hohes Tier in Sachen DFL, oder ??? Vielleicht gibt es ja bald mal ein paar Verbesserungen in bezug auf die Schiedsrichter Videobeweiss ??? -. Und überhaupt sollten sie froh sein, dass wir nicht so gut wie gegen Bayern gespielt haben...
Für einen Sieg spielten die Leverkusener nicht gut genug.
Thesi/Barmbek/18.02.2002