Green Day 22.08.01 Grosse Freiheit, Hamburg
Vorab erstmal: Nach mehr oder weniger flehentlichem Bitten von Flo habe ich mich breitschlagen lassen, ein paar Worte ueber das Green Day Konzert zu schreiben. Wenn wir uns darauf einigen koennten, dass dieser Gastkommentar ein Geschenk der 42er an die Intergalaktischen ist sozusagen zum Zwecke der laenderuebergreifenden Fanclubverstaendigung, kann ich mich aller weiteren Fremdschreiber-Vorwuerfe entziehen o.k.?
Jetzt aber zum Konzert:
Wer letzten Mittwoch nicht in der Freiheit war, hat eindeutig eines der besten - wenn nicht sogar das beste - Konzert diesen Jahres verpasst!
Dabei bin ich vorab eigentlich von einem guten, aber nicht ueberragenden Konzert ausgegangen. Punkrocker, die mittlerweile anstaendige Familienvaeter sind naja, ganz nett, aber Von wegen, die haben richtig gerockt!!!
Aber ich fang mal etwas frueher am Abend an:
Mittwoch abend also mit Norbert, Pudi, Sylvia, Claudia (alle 42er) und Michi (er ertraegt uns trotzdem immer) in der Kaenguruh-Bar getroffen, und bei schoenstem Wetter noch ein Bier zur Einstimmung getrunken. Auf dem Weg runter zur Freiheit sind wir dann zu unserem Erstaunen in Christine und Reiner reingelaufen, die zu unserem groesseren Erstaunen auch zu Green Day wollten. Zu unserem allergroessten Erstaunen meinten sie allerdings, sie haetten uns das doch schon auf der Fahrt nach Muenchen erzaehlt hmmm, da sich keiner von uns auch nur vage erinnern konnte, muss das irgendwann morgens im Partywagen gewesen sein aber egal, auf jeden Fall eine nette Ueberraschung.
Einzig aergerlich war nur, dass wir vor der Freiheit erst zwanzig Minuten links anstehen mussten, um den Gutschein in Tickets zu tauschen (warum gibt es noch Theaterkassen, die nicht gleich Tickets verkaufen, sondern alberne Gutscheine??), und danach zwanzig Minuten rechts, um reinzukommen.
Aber puenktlich zu den ersten Takten (Takten??) der Vorband "Zebrahead" waren wir dann auch endlich am Tresen. "Zebrahead" mochte man entweder oder man mochte sie gar nicht acht Leute, acht verschiedene Meinungen. Auf jeden Fall waren sie laut, sehr laut, und die Baesse haben den Boden dermassen vibrieren lassen, dass sich meine Fuesse und Beine wie eingeschlafen anfuehlten (das fand ich nun wieder sehr lustig).
Das Konzert war zwar nicht ganz ausverkauft, aber die Freiheit trotzdem ziemlich voll und es war superheiss! Da blieb einem gar nichts, als zu Trinken. Das Bar-Team kam mit dem Nachholen von neuen Faessern gar nicht hinterher und mochte sich bei der Hitze wohl auch nicht wirklich schnell bewegen sprich, Getraenkenachschub war immer eine etwas langwierige Prozedur.
Nun gut, irgendwann standen die drei von Green Day dann auf der Buehne und das waren nun wirklich keine langweiligen Familienvaeter. Ganz im Gegenteil, die gingen richtig ab und die Freiheit hat getobt. Reiner ist auch ziemlich schnell zum Huepfen entschwunden Hut ab, bei der Hitze wirklich eine Leistung! Obwohl die Jungs zur Abkuehlung immer mal wieder mit diesen Riesen-Wasserpistolen (wie heissen die noch??) in die Menge spritzten geholfen hat das aber auch nicht wirklich. Der Rest blieb lieber in der Naehe der Bar (mein persoenlicher Vorteil: da kann ich immer auf der Stufe stehen und hab dann die Chance auch was zu sehen J). Neben der wirklich gut gemachten Musik gab es auch noch so einige Highlights: Die Jungs spielten zum Beispiel Lieder nach Wunsch (unter anderem auch Ramones) immer schoen, wenn eine Band nicht nur stur nach Programm spielt. Ausserdem spielte ein Etwas in Biene Maja Kostuem Ravels Bolero auf Trompete (das kann ich nun wirlich nicht besser erklaeren). Am allerbesten war allerdings als die Jungs im Publikum nachfragten, wer denn Musik machen kann, und dann einen Drummer, einen Bassisten und eine Gitaristin auf die Buehne zogen. Denen wurden dann die Instrumente in die Hand gedrueckt (nein, dem Drummer nicht, der wurde nur hingesetzt), kurz die Akkorde gezeigt und los gings Publikum spielt, Green Day singt! Und das hoerte sich auch noch wirklich gut an genial!
Alles in allem ein wirlich ueberdurchschnittliches Konzert, auch wenn von einzelnen Personen bemaengelt wurde, dass es ein bisschen viel Hey Ho gab. Auf jeden Fall haben wir gelernt, dass Wir spielen jetzt Lied soundso fuer Euch auf englisch heisst Fuck It, so wurde naemlich jedes Lied angekuendigt (allerdings hiessen bei der Bandvorstellung auch alle Fuck It mit Vornamen, was etwas verwirrend war).
Nach den Zugaben mit Basket Case und nochmal When I come around dann endlich kaputt und verschwitzt raus an die frische Luft und endlich ein bisschen Abkuehlung.
Abschliessend kann ich nur sagen:
Tut mir ja leid fuer jeden, der nicht dabei sein konnte. Green Day jederzeit wieder!
Maike (wie gesagt vom FC42J)