Arminia Bielefeld - 1860 München, das Spiel der Enttäuschung
Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf in Richtung Gemeinde und schnupperten unterwegs noch ein bisschen Bundesligaluft. Laut Orsons Zweitligaführer der Saison 1998/1999 sollten auf der Alm die leckersten Bratwürstchen angeboten werden. Das wollten wir testen. Wie sich herausstellte war es für´n Arsch. Von außen sah die Alm zwar häßlich aus, aber die Fertigbauteile waren schon nicht schlecht (Warum muß Heinz Weisener eine Glasfasade ums Stadion bauen anstatt ein Dach???). Innen sollte laut Orson die Hölle los sein, nun gut, schaun´ mer mal (wie der Kaiser schon zu sagen pflegte).
Wir stellten uns in unserem guten Glauben und gegen den starken Willen von Orson in die ´60 Kurve. War eine herbe Enttäuschung, wie sich herausstellte. Seit dem Umzug hat sich die Fanszene gewaltig geändert. So wurden Rufe laut wie "Wir sind Deutsche, und Ihr nicht" oder "Wir sind die Jungs aus der Landeshauptstadt, Ficken oder was...." (das kennt man doch in ähnlicher Weise von dem anderen Club Hamburgs?!).
Uns wurde Fußball wie vom anderen Stern geboten. Da sahen wir erst, was für ein schlechter Fußball am Millerntor geboten wird, das hätten wir man nicht machen sollen (Zuckerpässe Zaubertore......). In der ersten Halbzeit spielte die Arminia nicht wie ein Absteiger und sah wie der sichere Sieger der Partie aus (2:0 für Bielefeld durch Tore von Labbadia, der wäre noch was für die Kiezkicker nach Marins Verabschiedung, den können wir uns aber erst recht nicht leisten). Doch nach der Halbzeit drehten die Münchener auf und konnten trotz ihres schlechten Torwarts noch das 2:2 schießen. Oh mein Gott, Carsten bleib bitte, wir haben Angst!
In der Halbzeit wagten wir kaum unseren Augen zu trauen. Wer stolzierte dort in einem Arminia-Trikot? Es war der "Hände zum Himmel Mann" aus Gladbach!!! Das konnten wir erst gar nicht glauben. Außerdem hatte er seine Samba-Torten mal wieder mitgebracht. Welch´ peinliche Aktion. Wenn die alle jemals am Millerntor auftreten, dann trinken wir unser Bier vorm Fernseher beim DSF (von uns kann er aber eh kein Geld erwarten und so wird es wohl kaum passieren, Gott sei Dank).
Tja, mehr ist eigentlich zu diesem Spiel nicht zu sagen und so fuhren wir zurück in die Gemeinde. Wir sind alle froh, Anhänger unseres FC zu sein.