D.F.B. Frankfurt - FC Sankt Pauli
oder...
... Andy Elbe ist schuld Allez
Die Erkenntnis, daß Fussball im TV extrem langweilig ist hat sich bewahrheitet, und so war es auch für uns alle nicht verwunderlich wieder mit Freude ins Stadion zu gehen um unsere Fussballgötter zu sehen, ähm meinte ich mit Freude ins Stadion zu gehen? Spätestens nach 22.Minuten nicht mehr so ganz. Und Fussballgötter? Nun gut, wie auch immer, dazu später mehr. Es ist schließlich wieder einmal vom Weg nach Frankfurt zu berichten, sonst könnte ich ja auch den Text von Sport1 oder so rauskopieren.
Wir traten den Weg standardmäßig mit den Adventurereisen von Thiess an, und nicht (wie ich gerade vernommen habe) einen auf ich bin schön, ich bin reich, lass uns mal den Flieger nehmen" (Gruss an den wahren DfB). Die Mitfahrer der Intergalaktischen waren neben meiner Persönlichkeit Reiner, Christian und Inga, in Frankfurt war Christine bereits das ganze Wochenende. Um 7 Uhr ging schließlich die Fahrt mit dem Bus vom Clubheim los, unser Bus sollte die zweite Nummer tragen, und da man eigentlich davon ausgeht, dass eine Tour nach Frankfurt mit einer Toilette im Bus bestückt ist wurde die standardmäßige Astrapalette gekauft. Doch WAS? Der eigentliche Bus Nr.2 hat am Freitag den Geist aufgegeben und so bekamen wir einen Bus ohne Toilette an Board. Na gut, irgendwann ist immer das erste mal, besser so, als wenn er den Geist an diesem Tage irgendwo mitten in Deutschland aufgegeben hätte. Im Bus saßen altbekannte Gesichter wie z.B. Teile der Hotzenmplotz-Crew und Schädel, wir begaben uns dann zwischen den genannten Personen. Ich wollte eigentlich niemals 1. der erste sein, der die Toilette benutzt (ging ja auch nicht) oder 2. der erste sein, der nach vorne zum Reisebegleiter geht um zu fragen, ob er denn mal anhalten könnte. Doch es war geschehen, das Bier drückte und nach 1 ½ Stunden habe ich es nicht mehr ausgehalten. Wie auch immer, kurz nach dem ersten Zwischenstop pickten wir noch eine Person in Hannover auf. Später sah es von der Zeit garnicht sooo schlecht aus, doch dann 80 km vor Frankfurt noch ein Stau und es sollte kanpp werden, das Waldstadion pünklich zum Anpfiff zu erreichen. Der arme Netzmeister musste auch noch auf uns warten, da er die Tickets in den Händen hatte. Die Frankfurter haben es nicht geschafft, zeitig welche nach Hamburg zu schicken. Die zeitige Ankunft wäre auch evtl. geglückt, doch ein gewisser Herr Andy Elbe musste ungefähr 7.000 mal noch an eine Raststätte um zu ..... Der ganze Bus sang nun Andy Elbe ist schuld, ALLEZ......... Nun gut, wir trafen dann doch noch ein, allerdings hatten wir den Anpfiff verpasst und kamen ca. zur 5. Minute im Block an. Vielleicht noch ein Wort zum Waldstadion (das war schließlich mein erster fussballtechnischer Frankfurtbesuch): Irgendwie erinnerte mich das Gelände doch stark an den Hamburger Vorstadtverein, der Erfinder des Stadions musste auch der gleiche sein, kurz um: das ist das alte Volxparkstadion, aber wie auch immer, nach 22 Minuten ging Frankfurt durch ein Eigentor von Stani in Führung, eigentlich wars das auch schon mit dem Traum 3 Punkte zu entführen, denn Frankfurt war klar besser und durch den Sturm namens Chancentot hätten die DFB´ler eigentlich schon viel früher weitere Tore schiessen müssen. Gab es nicht mal eine Weisheit, dass sich das Auslassen von Torchancen irgendwann mal recht? Ja, aber nicht bei uns, nur zwei gute Chancen hatten unsere Fussballgötter, mehr war heute nicht drin, aber was rede ich eigentlich über das Spiel, Ihr habt es ja selber gesehen, ob im TV oder live auf der Baustelle. 2,3 und 4 zu null.... und tschüss. Patsche war irgendwie langsam wie noch nie, Fehlpässe ohne Ende ect. (Jetzt ist aber wirklich schluss mit dem Spiel). Der Block war offiziell bei uns auch ausverkauft, Stimmung ging so (auch wenn ich es gerade anders gelesen habe, es gab schon schlechtere Stimmung bei ähnlicher braun-weisser Blockanhängerschaft). Und warum es immer wieder Leute gibt die bei jeder Kleinigkeit rummotzen ist mir auch unbegreiflich, es gab mal wieder Sprüche wie: Warum tu´ ich mir so etwas an ect., na dann bleibt doch zu Hause.
So ´n mist, hätten wir nicht lieber zuerst nach Burghausen oder so reisen können? Wie damals in Ahlen.... nee, geträumt wird nicht mehr, die Gegenwart hat uns eingeholt. Und warum eigentlich Frankfurt? Ich hatte mich schon so auf Unterhaching gefreut, vorher/nachher in den Biergarten, wahrscheinlich" ein leichterer Gegner, aber nein, die Herren, die um die Ecke von dieser Baustelle ihren Sitz haben mussten ja einen kurzen Gang zum nächsten Profiverein haben. Wie auch immer, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
Nach dem Schlusspfiff wurde die Mannschaft nochmal beklatscht, Henning Bürger bekam einen Applaus von uns und dann ging es auch wieder zum Reisebus. Weder vor, während und nach dem Spiel kam es zu Auseinandersetzungen. Kurz um: ein entspannter Tag in Frankfurt.
Auf der Rückreise wurde dann endlich Kirchheim angesteuert und McDreck belagert, was auf der Hinfahrt nicht gemacht wurde, meines Wissens das erste mal, dass dem dort ansässigen Amerikaner auf der Hinfahrt kein Besuch abgestattet wurde, laut unserem Fanbetreuer ein Test, denn danach gab es meist Niederlagen. Hat also nix geholfen. Nach dem Verzehr von schmierigen und mehr oder weniger warmen Burgern wurde noch schnell kaltes Bier für die Rückfahrt besorgt, um dann mit dem Film Bube, Dame, König Gras zu beginnen. Zu Ende konnten wir den Film allerdings nicht gucken, da der Videorekorder versagte.
Schließlich erreichten wir die schönste Stadt der Welt bereits um ca. 12 Uhr. So, das wars für heute, schluss und aus, bis Ahlen.
PS Als Schädel beim Niedergang in der Kurve jemanden fragte, ob er nicht mal runtergehen könnte, da dort noch Plätze frei waren kam die Antwort: Ich komm aus Darmstadt!!!
Hier nun der Bericht der anderen Tour einer Intergalaktischen nach Frankfurt:
Mann, da vorne ist das Tor!!!"
oder
Wallfahrt light
Tja, leider gab es auf der anderen Seite auch ein Tor und in eben dieses trafen die Eintracht Kicker 6 mal und immerhin 4 mal davon war es auch ein regulärer Treffer. In das Tor da vorne" traf niemand...
Doch die Tour begann für mich und Andy und Ingo vom blöden Volk schon am Samstagmittag. Es galt dem Exil-Blövo Theo in Frankfurt einen Besuch abzustatten, eine Wallfahrt sozusagen. Leider fuhren von den geplanten fünf dann doch nur wir drei in die Mainmetropole. Zwei weitere verweilten schon dort.
Auf der Autobahn das erste Highlight: kurz vor Walsrode überholten wir das Guido-Mobil", auch als Total-Liberal-Tourbus" bekannt. Ganz groß. Aber zurückgewinkt haben sie nicht. Das Tourtagebuch ist übrigens im Netz zu finden...
Dann weitestgehend Autobahntristesse mit zwei Stops, einem Stau vor Hangover und durchgehend Mukke, bei der Blasmusiker eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Meine Auswahl an Tapes kam nicht so gut an...
Nachdem wir zweimal in Frankfurt um den Block gefahren sind, haben wir dann auch einen Parkplatz gefunden und erreichten halb acht Theos Wohnung. Das versprochene Abendessen war zwar noch nicht fertig, aber es gab gekühlten Bierersatz (Binding) und dann kochten die Jungs Nudeln mit Soße à la Theo. Ein weiterer Blövo trudelte ein und so ließen wir uns das Abendessen schmecken.
Die Planung des Abendprogramms ließ zu wünschen übrig, mit anderen Worten: es gab keins. Also kontaktierte ich Norbert und Maik, die ich beide in Frankfurt wähnte. Norbert war schon wieder in Gießen und Maik hing mit Sandra im Speak Easy in Alt Sachsenhausen. Nach einigem hin und her machten wir uns dann auch auf. Unser Supernavigator und Frankfurtkenner fuhr mit uns ungefähr 10 Stationen mit der Straßenbahn zu weit, die dann in die andere Richtung fahrende nahm uns nicht mit und ein Taxi verlangsamte erst die Fahrt, um dann doch an uns vorbeizuziehen. Schließlich ergatterten wir doch noch ein Taxi und erreichten gegen halb 1 das Speak Easy. Der Laden entpuppte sich als Metal-Schuppen aller erster Güte. Wir tranken ein Bier und machten, dass wir wegkamen. Maik und Sandra hatten wir eh verpasst. Als nächstes steuerten wir einen Irish Pub an, in dem Charts gespielt wurden und das Publikum größtenteils aus jungen Amis bestand, die sich fern der Heimat auch mal vor ihrem 21. Geburtstag voll laufen ließen. Naja, nach einem weiteren Bier machten wir uns dann auch wieder auf den Heimweg, um dann doch lieber in der Bude noch ein Getränk zu uns zu nehmen. Theo baute die Nachtlager auf, wir überzeugten Ingo, dass wir uns um 1 auf den Weg zum Stadion machen sollten, legten als Aufstehzeit um und bei 11 Uhr fest und legten uns dann schlafen.
In aller Herrgottsfrühe klingelte uns also der Handywecker aus dem Schlaf. Während Theo Kaffee machte und wir unter die Dusch hüpften, kam ein schwerbepackter Ingo vom Brötchen holen mit drei Tüten, in denen jeweils drei Brötchen waren, zurück. Warum drei Tüten, fragt ihr euch. Man kann 9 Brötchen doch durchaus in einer Tüte transportieren. Schon, aber dann habt ihr in Frankfurt noch keine Brötchen gekauft. Jedes der Brötchen wog ungelogen 200 Gramm!!! Ich habe ein halbes verzehrt und war so satt, als hätte ich drei verspeist! Bei nahezu gleicher Größe wie in Hamburg und Umgebung haben die Brötchen dieses Bäckers eine ungleich höhere Dichte.
Kurz vor eins erschienen die beiden andern Blövos und wir konnten starten. Nachdem die Straßenbahn ungefähr so knapp verpasst wurde, wie die gestrige (sie fuhr einfach ohne uns ab), klappten die Anschlussverbindungen hervorragend und um 14 Uhr erreichten wir den Zielbahnhof Sportfeld. Nach 1,6 km standen wir vorm Einlasstor, begrüßten kurz Maik und Sandra, vertickten die überzählige Karte und gingen dann rein. Den Block zu finden war etwas schwierig, mussten wir doch etwa eine dreiviertel Runde ums Stadion latschen, bis wir nach dem Erklimmen von etwa 100 Stufen ziemlich verschwitzt und durstig auf unseren Plätzen waren (wir blieben auch das gesamte Spiel über durstig und auf dem Rückweg auch, denn keiner hatte Bock, noch mal aus dem Block die 100 Stufen runter und wieder hoch zu gehen und auf dem Rückweg wollten wir nur möglichst schnell weg). Obwohl es schon fast halb 3 war, war der Block noch recht leer. Das lag daran, dass zumindest einer der Busse noch nicht da war, weil eine bestimmte Person immer 20 Minuten NACH einem Stop auf die Toilette musste, an Bord aber keine war. Die anderen suchten wohl noch den Block, warteten am Klo auf ihre Freundin, kauften Bier oder versuchten sich in einem enganliegenden Trikot aus dem Trainingslager als T-Shirt-Verkäufer. Kurz nach Anpfiff entdeckten wir einen Teil der Bezugsgruppe etwa 30 Reihen über uns und nachdem sich schon die Passanten-Biber magisch von uns angezogen fühlten, trafen in Halbzeit zwei auch Franka, der Rest der Westbrigade, Christian, Frida und der Typ im hautengen Loipersdorftrikot bei uns ein. Flo und Schädel winkten von weiter oben und Reiner stattete uns einen kurzen Besuch ab.
Der Support fiel anders als in einem anderen Bericht erwähnt im Vergleich zum Spiel gut aus. USP winkte zu Beginn beider Halbzeiten mit gelben, grünen und roten Fähnchen und die Passanten hielten sämtliche ihrer verbliebenen Doppelhalter hoch. Fast das gesamte Spiel hindurch wurde mit kurzen Unterbrechungen angefeuert (zum Spielende dem Ergebnis zufolge weniger). Dabei war der Support auch durchaus abwechslungsreich.
Didi setzte im Wesentlichen auf alte Bekannte der letzten Zweitligasaison, nur Lotter durfte nicht ran. Dazu spielten noch die Neuzugänge Rasijewski und Kurbjuweit. Im Tor stand Henzler, davor Stani, Gibbs und Kolinger, der selten gut aussah. Im Mittelfeld versuchten sich Inceman und Racanel, vorn sollten Marcao und Patsche wirbeln.
Die ersten knapp zwanzig Minuten sah man ein ausgeglichenes Spiel, das sich weitestgehend im Mittelfeld abspielte, mit Vorstößen unserer Jungs in Richtung Frankfurter Tor. Man erinnere sich an den grandiosen Freistoßtrick. Mitte der Halbzeit traf jedoch die Eintracht mithilfe von Stani in unser Tor und das Debakel nahm seinen Lauf. Die Frankfurter trafen noch ein weiteres Mal vor der Halbzeit, aber es wurde Abseits angezeigt.
Nach der Halbzeit ging bei St. Pauli nichts mehr. Inceman und Marcao versuchten ihr Möglichstes. Marcao war stets Anspielstation, doch zwingende Chancen erhielt er nicht. Patsche war ein Totalausfall. Als einziger Lichtblick ist mir ein Schuss von Held aus der zweiten Distanz" in Erinnerung.
Die Eintracht traf noch vier Mal ins Tor, immerhin drei davon zählten und wir durften Rolf-Christel bei seinen Flic Flacs bewundern.
Wir hatten ziemlich die Schnauze voll, bepöbelten Theo, der bei den wenigen Spielen, die er seit einem Jahr gesehen hat, keinen Sieg verbuchen konnte. Er boxte uns und gab zu bedenken, dass wir zwar weitaus mehr Spiele gesehen hatten, aber auch nicht wirklich viele Highlights dabei gewesen sind. Recht hat er. Das war die 18. Auswärtsniederlage in Folge und bei immerhin 16 war ich live vor Ort. Nicht eben ein Glücksbringer.
Die Niederlage gewährleistete uns einen geruhsamen Rückweg mit der gemischt gefüllten Bahn, da Fantrennung nicht stattfand und auch insgesamt eher wenig Polizei zugegen war. Wir wurden nicht groß beachtet. Aber: Ich hasse es, in einem Bahntunnel zu stehen!!! Es ging insgesamt jedoch recht schnell.
Endlich zu Hause bei Theo wurde erst mal Flüssigkeit aufgenommen, ich war schon fast ohnmächtig geworden. Ein paar Schnittchen für die Rückfahrt geschmiert und um viertel vor sieben traten wir den Heimweg an. Nach Stopps bei McDonalds und Burger King und dem Überholen des Fanartikel-Anhängers, des Mannschaftsbusses und letztlich auch eines Fanladenbusses erreichten wir kurz vor Mitternacht Hamburg und gegen halb eins waren wir wieder in Lauenburg.
Fazit: 74 Euro Spritgeld durch drei, ein spendabler Gastgeber (danke Theo für die Verpflegung, die Unterkunft, die Taxifahrten und das Bier) und ein Scheiß Spiel. Nächste Woche zu Hause gegen Ahlen, vielleicht ja ein 6:3 (damit wäre auch der Hattrick von Rath drin) und in zwei Wochen nach Lübeck.