Man, man, man, man
Tja, es ist bereits wieder Montag, ich sitze vor meinem Rechner, bin irgendwie immer noch ein wenig enttäuscht und habe eigentlich gar keine Lust über diesen Samstag (vielmehr das Spiel) zu schreiben. Ich will doch lieber GP3-2000 spielen. Wäre das Spiel nicht gewesen wäre es sicherlich ein sehr netter Aufenthalt gewesen, aber immer der Reihe nach:
Die üblichen Verdächtigen der 42´iger und natürlich der Intergalaktischen trafen sich wie immer morgens vor der Abfahrt vor Heimann. Und wie immer auf Auswärtsfahrten mit der DB kamen wir dem Ruf der Nudelsalat-Ultras wieder einmal nach, wobei ich (wie immer) das Bier gekauft habe. Aber wie man hört interessiert das eh keinen, also weiter: Im Zug nervte mich ein weibliches Mitglied schon bevor der Zug abfuhr, doch endlich den Partywagen zu besuchen, gut, zwei heimische Holstendosen bei Bild und Mopo genossen und ab gings. Diesmal (oder zum ersten mal) organisierte den Bierverkauf die Passanten. Deren Mitglieder mussten dann auch den Thekendienst schieben, und verdammt, ein uns bekannter 42´iger war total besoffen, was man eindeutig an seiner roten Nase sah, und das kennt man gar nicht von ihm. Nach und nach traf man dann auch die Hotzenplotzcrew und viele andere bekannte Gesichter. Nach nur knapp 4 Stunden Zugfahrt fuhren wir auch in den Kölner Bahnhof ein.
Am Müngersdorfer angekommen ging es noch kurz zum Pommes kaufen für schlappe und günstige 2,50 EURO und ab gings ins Stadion. Bis hier her war es noch ein lustiger Tag, aber nun kommt´s. Ich will mich mit dem Spiel nur kurz fassen. Zur Halbzeit hätte Köln schon 4:0 führen müssen, aber in der zweiten Halbzeit nach dem Ausgleichstreffer vergaben beide Teams so dermaßen viele Torchancen, dass es wahrlich keiner verdient hat in der Bundesliga spielen zu dürfen, das grausamste war ja wohl, als ein Kölner zweimal hintereinander auf der Linie gerettet hat, erst vergab Marcao (ohohoh) und anschließend Gibbs, man man man. Und wie sollte es anders kommen? Ja! Köln schoß in der 170. Minute den Siegtreffer, und dann auch noch durch Scherz. Jaja, früher mochte ich ihn mal, aber...... schon ´vor zwei Jahren hat er uns fasst in die 3.Liga geschossen beim 6:3 (oder so), ne, also der kann mich mal (Entschuldigung, aber ich bin immer noch so sauer). Nach Abpfiff war ich enttäuscht wie schon sehr sehr lange nicht mehr, ok, ich hab eh mit einer Niederlage gerechnet, aber so? Näh, ich kann nicht mehr und vor allem: ich will nicht mehr (ach was rede ich da, am Freitag geht's weiter und dann die Abschlussfahrt nach Bremen im feinsten Zwirn). Ich verstehe auch nicht, warum alle so auf Marcao rumhacken, der kann wenigstens mal einen Ball halten.
Die Stimmung war eigentlich ganz gut, wenn auch nicht sehr kreativ. Am meisten hat mich ja schon wieder angekotzt, dass einige meinen, sie gehen lieber in Puff wenns gleich 2:0 steht oder meckern rum, dass sie extra hunderte von Kilometer gefahren sind und dann so eine scheisse" sehen müssen. Ja dann bleibt doch zu Hause!!! So was kotzt mich echt an. Naja....... So, es reicht jetzt, ich wollte doch nicht soviel über das Spiel sprechen.
Man musste jetzt einfach ab in die Stadt und Kölsch trinken, was anderes war einfach nicht möglich. Und Essen? Nein heute nicht, nur Flüssignahrung. Man traf an der Straßenbahn dann u.a. Sandra und sie geleitete uns ins Studentenviertel. Hier war doch eine recht ansehnliche Kneipe. Nachdem der erste Frust runtergespült war entschlossen sich einige, die Strasse zu blockieren in dem sie mit Schwenkfahnen auf und ab liefen, sehr lustig. Ich hab dann noch an einem merkwürdigen Cocktail genippt, sehr lecker, schmeckte wie der bekannte Erdbeerschnaps vom Kiez, nur in eisförmiger Mischung, mmmhhhhh. Wir haben uns auch noch mit einem netten Rentnerehepaar unterhalten, sie machten uns sogar den Kölner Karneval schmackhaft, mal schau´n was dann so geht. Es sei auch nochmal angemerkt, dass Kölsch gar nicht soooo schlecht ist, ist zumindest immer frisch weil bekannterweise nur 0,2 Liter pro Glas. Schließlich wurde es Zeit Richtung Hauptbahnhof zu fahren.
Im Sonderzug fiel mir positiv auf, dass die Auswärtsfahrtenverordnung nicht nur als Papierform besteht, so wurde einer verabschiedet, als er sich unbedingt mit einem anderen prügeln musste und jemand anders, als er meinte, eine Frau zu begrapschen, richtig so, raus mit denen.
Das Abschlussbier haben Reiner und ich noch im Lauenburger Stammtisch getrunken und ich würde sagen: das hat dann auch gereicht. Bis dann und ich werde diese Woche, zumindest bis Freitag, mal keinen Fussball sehen, bloss schnell weiter-zappen.
Flo (der immer noch etwas grimmige)
PS: Köln hat mit Abstand die häßlichsten Flutlichtmasten