


Ich war noch nie aus Hamburg raus... oder die längste Busfahrt der Welt (hallo Busfahrer?!)
Eigentlich hatten wir uns darauf geeinigt, daß wir nur das Spiel Celtic gegen Juve in Glasgow sehen wollten, denn die Länge der Bustour hat uns schon im vorhinein geschockt, abgeschreckt, verängstigt. Außerdem war keiner von uns sicher, ob er 3 Tage frei bekommt. Doch dann kam Reiner an und wusste schon, dass er in dieser Woche frei haben wird. Tja, bei einem anstrengenden Anstoss-Match erzählte er es Flo, und der konnte natürlich nicht tatenlos zuhören und stimmte dieser Tour zu, wenn er denn frei bekäme, und nach vielen Gewimmer auf der Arbeit bekam er auch frei, die Tour war also gebucht!
Nun war es soweit: Montag, 17.09.2001 15 Uhr: Abfahrt der Hochzeitsreise am Clubheim, denn Imme ist unter die Haube gekommen und flux wurde diese romantische Fahrt nach Turin gebucht (scheiß Karibik, Karibik macht jeder). Der Bus kam natürlich 15 Minuten zu spät, doch wie hätte es anders sein sollen. Bewaffnet mit 24 halben Holsten, Salamiestullen, Salleties (oder wie auch immer: die Aldi-Bifi´s halt) und einer leeren Punika-Flasche für alle Fälle stiegen wir in den Bus und enterten die letzte Reihe, in der bereits die alten Bekannten Nils und Dirk saßen. Wir sollten eigentlich um 8 Uhr morgens in Turin ankommen, doch es hätte uns schon stutzig machen sollen, dass der Busfahrer den Weg auf die Autobahn über die Mönckebergstrasse(!!!!!!!!!) wählte, aber da waren wir noch ohne Verdacht.
Jetzt werden die nächsten weniger oder mehr ereignislosen Stunden vorgespult
(bis auf die üblichen Pinkelpausen und einem Gruppenfoto nix gewesen).
Ein Hoch auf unseren Busfahrer Teil 2: Bis Dortmund war eigentlich noch alles im Lot, bis der Busfahrer ca. 1 Stunde brauchte, um den Hauptbahnhof zu finden (das haben wir ihm auch noch verzieh´n). Hier stiegen dann doch so einige Leute mit ein (Grüsse an die Hotzenplotz-Crew), und der Raum im Bus wurde nun doch zunehmend enger. Dann sollten noch die letzten Mitreisenden in Pforzheim einsteigen. Geplant war zwischen 23 Uhr 24 Uhr. Doch der Busfahrer muss sich so dermaßen verfahren haben (es war halt schon dunkel, wir beschwipsssst und haben nicht auf die Strassenschilder geachtet), dass wir Pforzheim (alleine der Name schon) erst gegen 3 Uhr erreichten. Die dort zugestiegenen waren natürlich nicht sehr erbaut, da sie ja die Zeit in überteuerten Raststätten ausharren mussten. Bereits vor dem Halt und mehrmals nach Pforzheim schnappte sich der Busfahrer das Micro und forderte alle Mitreisenden auf (fast panisch): Die Joints sofort auszumachen, die Aschenbecher mit deren Inhalt auszuleeren und das Dope verschwinden zu lassen, da die Schweizer an der Grenze harte Hunde seien, uns den Bus auseinandernehmen würden und wir ja eh gleich da wären (haha). Dann haben wir bereits das erste kleine Nickerchen gemacht. An der Grenze wachten wir auf, aber es war nicht die Schweiz!!! Was machen wir in Östereich??? Wir bekamen mit, dass der Busfahrer erstmal Richtung München fuhr, anstatt den direkten Weg Richtung Schweiz zu nehmen. Dann meckerten natürlich die ersten Leute rum, worauf der Busfahrer (rotzfrech) erwiderte: "Wieso? das hättet Ihr mir doch sagen müssen!?" Wartet ab, das war noch nicht die letzte Story vom Busfahrer, geht noch später weiter. Dann wurde erstmal das nächste kleine Nickerchen gemacht. Als wir wieder aufwachten, war es 7 Uhr und wir waren endlich an der schweizer Grenze. Von Drogenfahnder ect. keine Spur. Wahrscheinlich hat der Busfahrer mal so eine Geschichte in der Bild gelesen.
Stunde später haben wir dann bei Mövenpick alias Heidi ein Früchstück eingenommen (2 Kaffee, 2 Brötchen, 2 O-Saft und ein gekochtes Ei=30 DM!!!!, fast geschenkt). Nun wurde erstmal in Form von zwei Pilzen das zweite Frühstück eingenommen. Reiner fing dann an, die alten Schlager sogar aus den 50´igern zu singen (fahrende Musikanten sind wir). Oh Gott oh Gott. Der Busfahrer verwöhnte uns dann mit den schönsten serpentienen Strassen, die ein Fussballfan sonst nie zu sehen bekommt. Das konnte unmöglich die normale Strecke in Richtung Turin sein. Ein Wort noch zur schweizer Infrastruktur: Hier möchte ich nichtmal Tod über´m Zaun hängen, verdammt, wo tanken die ihre Autos auf? Busfahrer, der x-te Teil: Der alte Bus war anscheinend den bergigen Anforderungen nicht gewachsen, denn es stank plötzlich tierisch nach verbranter Kupplung (?), zumindest kein normaler Geruch, aber es ging komischerweise doch alles gut.
Endlich endlich: es war ca. 11 Uhr und wir passierten die italienische Grenze. Zur Erinnerung: wir sollten bereits um 8 Uhr in Turin sein. Kurz hinter der Grenze mussten wir ständig dem Busfahrer zurufen, welche Abfahrt er nehmen soll, und wir saßen in der letzten Reihe! Scheinbar konnte er Torino nicht mit Turin in Verbindung bringen. Jetzt wissen wir auch endlich, warum in Italien Autobahngebühren genommen werden, nach jedem Kilometer stand so ein Schild (grösser als unsere Verkehrsschilder) auf dem stand, wieviel Kilometer es noch bis zum Ziel sind (70, 69, 68....... schrecklich), da half nur, die Augen zu schließen. Es geschehen doch noch Wunder: Wir waren in Turin und der Bus kurvte erstmal quer durch die Stadt. War auch ganz gut, denn nun wussten wir ungefähr, wo die ganzen Celtic´s standen.
Da wir die Eintrittskarten immer noch nicht in den Händen hielten, gab es
einige Diskussionen, und zwar: Wann gibt es sie, wo und für welchen Block. Massimo
schickte uns dann erstmal in ein Restaurant namens Cologne oder so ähnlich, wo für uns
Essen vorbereitet war (5 Nudeln dazu Reis (bäh), und danach ein millimeter-dünnes
Schnitzel mit ungesalzenden Bratkartoffeln, das ganze für 23 Mark, es ging so). Endlich
hielten wir die Karten in der Hand, und es war für den Juve-Fighters-Club-Block,
verdammt, denn es wollten eigentlich alle in den Celtic-Block. Nun waren wir endlich auf
uns alleine gestellt.
Jetzt entschlossen wir uns, die ein oder andere Kneipe aufzusuchen, wobei wir gleich bei der ersten so frenetisch(?) begrüsst wurden, handschlag, küsschen, auf die Schulter klopfen etc., dass wir uns entschlossen, hier einzukehren. Mit unseren beiden Pforzheimern haben wir erstmal 4 Bier bestellt. An unserem Nebentisch saß ein grün-weißer, der ohne große Vorbereitung einfach vom Platikstuhl fiel und mit dem Gesicht zuerst auf dem Steinboden lag. Kurz wieder aufgeholfen, trank er auch schon sein Bier weiter, so als wenn nix gewesen wäre. Man, sah der voll aus. Aus irgendeinen Grund hat uns der möchtegern-Kellner aber vergessen und so gingen wir von diesem netten Zusammentreffen auch wieder weg, wieder mit Handschlag, küsschen ect. Dann sagte noch ein Schotte: Welcome Chocolate-Boys, das gefiel uns sehr sehr gut, warum sind wir noch nicht darauf gekommen, das aber nur am Rande.
Wir trafen dann einige von der Busbesatzung wieder (hallo Hotzenplotz) und
beschlossen, zu einem der vielen Plätze zu gehen, wo die Celtic´s feierten und tranken,
aber wo hatten sie das Bier her, denn es war kein Supermarkt o.ä. zu finden. Dann kamen
uns einige mit riesengrossen Bierflaschen entgegen und zeigten uns einen Geheimtip.
Offiziell sollte es in der Stadt ab 16 Uhr laut Polizei kein Bier mehr geben, aber es gab
doch noch in diesem gewissen Laden (war es ein Gemüseladen?) ein Regal mit letzten
Bierreserven. Das zeigte mal wieder, dass die Celtic´s eine ganze Stadt leersaufen
können (remember 96 in Hamburg). Jeder von uns ergatterte nach schweren Kampf (und es war
ein echter Kampf!) noch jeweils 1 Flasche Bier, und der Laden war leergeräumt. Auf
Nachfrage, ob er noch Bier gelagert hat hieß es: No beer, sorry. Doch als wir draussen
standen sahen wir noch im Schaufenster einige Flaschen rumstehen, von denen er aber nix
mehr wusste: Und der nächste Kampf begann. Hoffentlich war es noch nicht abgelaufen, denn
wir haben nicht nachgeschaut, angestaubt war es zumindest.
Jetzt ging es daran, Celtic´s zu treffen und einige Bilder mit denen und
unser Transparent zu schiessen, welches von den Schotten auch gleich bejubelt wurde. Ich
habe noch nie an einem Tag so häufig gehört: God bless you, boy. Und wieder Handschlag,
küsschen, etc, war schon unglaublich. Als sie dadurch erfahren haben, dass wir extra mit
dem Bus 21 Stunden aus Hamburg angereist waren, stimmten sie erstmal St.Pauli Rufe ein
(St.Pauli and the Celt´s are here....). Nur am Rande: An diesem Platz hat es dermaßen
nach Hundescheisse gerochen, wie wir es noch nie erlebt hatten, bäh. Es hieß, dass die
Strassenbahn Richtung Stadion von dem Platz losfuhr, andem wir die ersten Celtic´s aus
dem Bus bei unserer Ankunft gesehen haben. Also ab dafür. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir
noch nicht, was uns erwarten sollte:
Als sie sahen, dass wir mit braun-weissen Trikots dort ankamen, und unser
Transpi für ein weiteres Gedenkfoto rausholten, rissen sie es uns schon aus den Händen
und feierten ein weiteres Mal die chocolate boys von St.Pauli. Nun fingen die ersten an
uns aufzufordern, die Trikots zu tauschen. Leider hatten wir kein "Tauschtrikot"
dabei, denn Reiner hatte das Jack-Daniels Trikot an und Flo das Astra-Trikot, wie jeder
weis: untauschbar. Doch dann der Einfall: Neben Flo stand einer mit dem alten
Böklunder-Trikot. Gleich hin und gefragt, ob er es verkaufen würde, klar, für 40 DM
hieß der neue Eigentümer Flo, yeah. Schnell übergestreift und nun hieß es eigentlich
nur noch abwarten.... Was hier auf diesem Platz ablief war schon unglaublich und für
jeden der nicht in Torino war unbeschreiblich: Wir wurden noch nie mit soviel Liebe
empfangen (Gänsehaut pur!). Es lief noch vieles positives ab, aber es ist kaum in Worte
zu fassen.
Nun forderte uns die Polizei auf, den
Platz zu verlassen und in Richtung Busse zu gehen, die uns zum Stadion bringen sollten,
also doch keine Strassenbahn. Da es offentsichtlich kein Flaschenbier mehr zu kaufen gab
haben sich einige von den Celtic´s gezwungen gefühlt, auf 5-Liter Weinflaschen
umzusteigen (nicht wirklich lecker´, wie wir des öfteren probieren mussten). Es folgte
ein 20 minüter Fussmarsch mit durchgehenden Gesang. Auch ist uns aufgefallen, dass wir
auf St.Pauli verdammt wenig lange Gesänge haben, und wir meinen nicht Óle Óle.... Am
Busauffangbecken haben wir uns mit zwei Anfangvierzigern unterhalten die uns aufforderten
nach Glasgow zu kommen, da sie ja Übernachtungsmöglichkeiten hätten und dauernd ein bis
zwei Dauerkarten für ein Spiel über hätten. Da dies nicht außergewöhnlich sei, soll
man sich einfach nur mal im Forum der offiziellen Celtic-Seite melden. Es würden sich
dann schon Leute melden, besonders wenn sie von St.Pauli kommen (nicht verwechseln mit
fucking Hamburg). Nun endlich konnte Flo sein Trikottausch vollziehen und beide Seiten
waren zufrieden, da einige ihr grünes Trikot auch gegen ganz normale St.Pauli T-Shirts
getauscht haben. Wir müssen unbedingt beim Rückspiel in Glasgow daran denken, genügend
Tauschmaterial wie Schals, Mützen und Trikots mitzubringen, da vielleicht einige doch
beleidigt waren, nicht mit uns tauschen zu können.
Wir wurden von den beiden netten Herren (links) eingeladen, den Celtic
Reisebus zu nehmen, damit wir nicht in den überfüllten italienischen Linienbussen fahren
zu müssen, wir nahmen natürlich dankend an. Neben uns waren noch 4 weitere braun-weisse,
und wir bedanken uns für die Fahrt mit "Freude-schöner Fussballzauber" und
"Auf der Reeperbahn", was Szenenapplaus von den Schotten gab. Nun gaben uns die
Celtic´s wieder ihr Liedgut zum besten. In der Mitte der letzten Reihe saß dann einer,
der laut gesungen hat. Plötzlich fing er an mitten in den Gang zu kotzen, maximal 2
Sekunden später war er wieder voll am singen. Später erfuhren wir, dass Schotten niemals
an einem Spieltag etwas essen, da kotzen sonst weh tut?! Ist aber was wahres dran. Die
Fahrt der 11 Busse dauerte mit Blaulicheskorte ca. 30 Minuten. Nach 29 Minuten konnten wir
unseren Harndrang nicht mehr kontrollieren und der Busfahrer ließ uns raus. Dadurch haben
wir leider unseren netten Mitreisenden verloren. Nachtrag: Bei den Tankstellen gibt es
kein Bier, schade.
Am Eingang des Celtic-Blocks trafen wir einige andere
Mitreisende aus dem Hamburgbus, die anscheinend nicht so eine lustige und nette Busfahrt
(siehe oranger Bus) zum Stadion hatten wie wir. Nun war die Frage, wie kommen wir mit
unseren Juve-Karten in den Celtic-Block? Wir entschlossen uns, es einfach zu versuchen und
uns in die Celtic-Schlange zu stellen. Man muss sich schon wundern, wie man mit bestimmten
Karten in einen falschen Block kommt, und das bei einem europäischen Spiel. Auf jeden
Fall haben wir es glücklicherweise geschafft (wie alle anderen Hamburger auch) und uns
tierisch gefreut. Beim Abtasten haben sie sich gar nicht für uns interessiert, sondern
nur für die Fanladentasche, in der das Transparent war. Bei der ersten Kontrolle einmal
ausgerollt: kein Problem, bei der zweiten Kontrolle wusste er nicht, ob unser Alien eine
politische Aussage war und musste seinen Chef holen. Aber war alles kein Problem.
Im Stadion angekommen gingen wir in den Oberrang und hingen das
"Intergalaktische" zwischen den orang- weiss- grünen auf, yeah. Nachem einige
etwas darüber gehangen haben (wie es scheinbar normal ist) und sahen, dass wir von
St.Pauli kamen, entschuldigten sie sich und hingen es weiter seitlich an.
Zum Spiel selber gibt es die üblichen Zeitungs- und Internetberichte, wir schreiben wie üblich kaum darüber. Spiel war sehr gut und schön zu sehen, dass es möglich ist, Fussball ohne viele Fehlpässe zu spielen. Nach dem 2:2 war die Hölle los, aber leider nur bis zur 88.Minute (danke Herr Krug). So, das reicht zum Spiel.
Da es im Stadion Pepsi-Plastikflaschen zu kaufen gab, wurden diese von ca. 10 möchtegern-Italienhools missbrauch und in den Celtic-Block geworfen, leck fett Ihr Spinner. Und es wurden von Minute zu Minute mehr, aber leider flogen auch einige aus dem Celtic-Block wieder zurück.
Nach dem Spiel wurden wir erstmal mindestens eine halbe Stunde im Block festgehalten. Nachdem wir rausgelassden wurden mussten wir nochmal eine Stunde auf den Abtransport zu unserem Reisebus Richtung Hamburg warten. Wir trauten uns nicht in der Zeit etwas zu Essen zu holen, da es hieß, der Buss kann jede Minute kommen: selber schuld! Man, hatten wir einen Hunger. Die Rückfahrt war weniger Spektakulär. In der Stadt hatten wir dann nochmal einen halbstündigen Fussmarsch zu unserem Reisebus, alles klappte, auch die nichtgefundenen Mitreisenden am Stadion hatten den Weg bereits gefunden. Und wir hatten schon wieder keine Zeit etwas zu essen, verdammt (selbst schuld!).
Es ging ca. 1 Uhr wieder in Richtung Hamburg (was auch immer das für den Busfahrer hieß). Gott sei dank hielt er gleich bei der ersten Raststätte an, damit sich auch die letzten etwas zu Essen holen konnten. Becks hatten die Gott sei Dank auch, und es war kalt, mmmhhhh, das war also auch geschafft. Plötzlich kam der Busfahrer rein und meinte, dass wir ja noch Wasser für die Boardtoilette holen müssten, da die Spülung nicht mehr gehen würde. Fragend und wunderlich haben wir uns angeschaut, denn ist das nicht eigentlich der Job des Busfahrers? Aber zu diesem Zeitpunkt wunderte uns gar nix mehr über den Fahrer. Jetzt schliefen wir aber nach diesem anstrengenden Tag auch ein. Wir wir später vom Fanladen erfahren haben, fuhr der Bus erstmal Richtung Venedig anstatt in Richtung Schweiz, demnach konnte es ja nur zu einer verspäteten Ankunft kommen, denn wir waren ja noch nichteinmal aus Italien raus. Wir wachten auch erst wieder auf, als wir bereits wieder in Deutschland waren. Erstmal wurde hier ein Frühstück eingenommen.
Irgendwann (mit mehrstündiger Verspätung) haben wir die Pforzheimer rausgelassen. In Dortmund waren wir auch erst um ca. 18.30 Uhr. Angeblich sollten wir ja bereits um 18 Uhr in Hamburg sein, naja. Nun haben wir überlegt, ob man nicht lieber beim Zwischenstop in Dortmund bleiben solle, um das nächste CL-Spiel gegen Liverpool zu sehen (wenn man schonmal auf Tour ist?!). Denn wir haben in der Zeitung gelesen, dass nur 500 Anfragen aus Liverpool kamen und so einige Karten wieder zurückkamen, auch wenn uns ein neutraler Block natürlich lieber gewesen wäre. Doch das machte schnell die Runde und plötzlich waren so einige ganz heiss auf die zweite Partie in zwei Tagen. Wir standen am Hauptbahnhof und überlegten, überlegten und überlegten. Ein Hamburger hätte sogar noch für 3 weitere Leute Schlaf- und Rückfahrplätze organisieren können, aber es waren leider 8-9 Leute, die dieses Spiel noch sehen wollten. Und da wir keine Karten sicher in der Hand hatten und die Gefahr vielleicht doch zu groß war, ohne weiteres Fussballspiel wieder für teures Geld mit dem Zug nach Hamburg fahren müssten, ließen wir es und fuhren direkt nach Hamburg zurück. Der Busfahrer (mal wieder) hätte uns auch zum Stadion gefahren und gewartet ob wir Karten bekommen, aber leider wollten die anderen Mitfahrer dies nicht, hätten sie unserer Meinung mal ruhig machen können, denn ob wir nun trotz dieser Verspätung eine halbe Stunde früher oder später in Hamburg ankommen würden, ist unserer Meinung nach auch egal. Naja, war trotzdem eine absolut geile Tour, die wir nach Möglichkeit immer wieder wiederholen würden, und die nächste Tour ist eigentlich schon geplant: Das Rückspiel in Glasgow, yeah!!!!!!!
Vielleicht doch nochmal abschließend ein Kommentar von Heiko/Fanladen im Vorfeld der Tour (als wenn er schon alles wusste):
Bald muß ich glaube ich mal den Busfahrer fragen, wo wir überall langkommen. Sonst haben wir halb Europa gesehen und Turin ist immer noch nicht in Sichtweite. Normalerweise müßte das möglich sein, die Schweiz ist ja so groß.
Und es war tatsächlich so, wir haben verdammt viel gesehen, eigentlich viel zu viel.
Danke an Christine, die zu Hause ausharrte, um uns doch noch aus Hamburg abzuholen.
Abschließend ein Dankeschön an Massimo, der unser "Reiseführer" war und sich um die Karten gekümmert hat. Leider konnten wir uns nicht mehr bei ihm persönlich bedanken, da wir ihn nicht mehr gesehen haben.